Das Erstellen der SD Karte mit dem Raspberry Pi Imager ist auf der Home Assistant Webseite gut beschrieben.
Nach der initialen Konfiguration von Home Assistant müssen wir noch einige Einstellungen auf der Kommandozeile tätigen. Dafür benötigen wir den SSH Zugang. Glücklicherweise gibt es dazu das "Advanced SSH & Web Terminal" Add-On:
Damit die Verbindung von einem Windows-Rechner mit dem SSH Befehl funktioniert, muss in der Konfiguration die Einstellung
compatibility_mode: true
gesetzt werden.
Die Authentisierung möchte ich diesmal nicht über Benutzername/Passwort machen, sondern mittels eines RSA Schlüssels. Dazu öffnet man ein Powershell- oder Kommandozeilen-Fenster und gibt folgenden Befehlt ein:
ssh-keygen -t rsa -b 4096 -C "ha"
Anstatt "ha" kann irgendeine Bezeichnung angegeben werden die den Schlüssel kennzeichnet. Ich habe "ha" für Home Assistant verwendet. Danach wird man noch nach dem Dateinamen gefragt unter dem der Schlüssel gespeichert werden soll.
Gibt man hier z.B. "ha.key" ein, werden danach 2 Dateien erstellt:
ha.key enthält den privaten Schlüssel
ha.key.pub enthält den öffentlichen Schlüssel
Die Datei ha.key.pub öffnet man jetzt z.B. mit Notepad und kopiert den Inhalt in die Zwischenablage. Diesen fügt man dann wiederum in der Konfiguration des Home Assistant SSH Add-Ons als Parameter authorized_keys
ein.
Die Konfiguration sieht danach wie folgt aus:
Um sich nun von Windows per SSH mit Home Assistant zu verbinden, gibt man auf der Kommandozeile folgenden Befehl ein:
ssh -i homeassistant.key hassio@homeassistant.local
Datei ist homeassistant.key die Datei mit dem zuvor erstellten privaten Schlüssel, hassio der Standard-Benutzername aus der Add-On Konfiguration und homeassistant.local der Standard-Hostname der Home Assistant Installation.
UART steht für Universal Asynchronous Receiver / Transmitter und definiert ein Protokoll bzw. einen Chip, der für die serielle Kommunikation zwischen dem Raspberry Pi und dem RaZberry Z-Wave Modul verwendet wird.
Damit das RaZberry 7 Pro Modul funktioniert, muss diese UART auf dem Raspberry Pi 5 zuerst aktiviert werden.
Diese Konfiguration erfolgt in der Datei config.txt. Beim neusten Home Assistant OS für den Raspberry Pi 5 befindet sich diese Datei auf einer unsichtbaren Partition der SD Karte. Anleitungen gemäss denen config.txt mittels eines SD-Kartenlesers auf einem Windows PC editiert wird funktionieren daher nicht mehr.
Wir verbinden uns also per SSH auf den Raspberry Pi und und erstellen ein Verzeichnis in das wir dann die entsprechende Partition mounten:
mkdir -p /mnt/boot
mount -t vfat /dev/mmcblk0p1 /mnt/boot
Danach können wir die Datei config.txt mit einem beliebigen Editor wie z.B. "nano" editieren:
nano /mnt/boot/config.txt
Ganz zuunterst, nach der Zeile [all] fügen wir folgende Zeile hinzu:
dtoverlay=uart0-pi5
Entgegen anders lautenden Anleitungen im Internet muss auf dem Raspberry Pi 5 Bluetooth nicht deaktiviert werden um das RaZberry 7 Z-Wave Modul zu nutzen! Wird allerdings Bluetooth nicht explizit benötigt, empfehle ich trotzdem es komplett zu deaktivieren um allfällige Interferenzen zu vermeiden. Dasselbe gilt für Wifi, falls der Raspberry sowieso immer per Ethernet-Kabel mit dem LAN verbunden ist.
Bluetooth und Wifi können ebenfalls in der Datei config.txt deaktiviert werden. Dazu fügt man ganz zuunterst die folgenden Zeilen hinzu:
dtoverlay=disable-bt
dtoverlay=disable-wifi
Danach die Datei speichern (Ctrl-X, Y und Eingabetaste) und den Raspberry Pi neu starten indem er vom Strom getrennt wird.
In Home Assistant klickt man nun unter Einstellungen → Geräte & Dienste auf INTEGRATION HINZUFÜGEN und sucht nach Z-Wave.
Fügt man die Integration hinzu und klickt sich danach durch die Konfiguration, sollte danach der RaZberry7 Pro als Gerät "Z-Wave Shield" angezeigt werden. Falls bei der Konfiguration mehrere TTY USB-Geräte
zur Auswahl stehen, wäre dieses das richtige: /dev/ttyAMA0